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Als eine der letzten künstlerischen Sezessionsgruppen wurde im Jahr 1919 die Hamburgische Sezession gegründet. Zu ihren Gründungsmitgliedern zählten das Künstlerehepaar Dorothea Maetzel-Johannsen und Emil Maetzel. Weitere bedeutende Mitglieder waren: Friedrich Ahlers-Hestermann, Eduard Bargheer, Willem Grimm, Erich Hartmann, Ivo Hauptmann, Fritz Kronenberg, Rolf Nesch, Karl Opfermann, Anita Reé, Karl Schneider und Gretchen Wohlwill. Das Kulturleben der Hansestadt wurde in den zwanziger Jahren und bis zur Selbstauflösung der Vereinigung im Frühjahr 1933 nachhaltig durch die Hamburgische Sezession geprägt.
Biographie und Werk Emil Maetzels spiegeln die Zerrissenheit dieser Künstlergeneration wider. Von Beruf aus Architekt und als solcher bis zum Berufsverbot 1933 Leiter der Städtebauabteilung Hamburgs begann Emil Maetzel bereits um 1900 autodidaktisch zu malen und setzte sich mit den führenden künstlerischen Strömungen seiner Zeit auseinander. So entstanden zwischen 1914-1918 zahlreiche Holzschnitte und Linolschnitte für die Zeitschriften »Der Sturm« und »Die Aktion«. Mit erstaunlicher Sicherheit erarbeitete er sich das expressionistische Formen- und Themenspektrum. Seine Werke sind von einer expressiven Ausdruckskraft, wie man sie sonst nur von den Arbeiten Erich Heckels, Ernst Ludwig Kirchners oder Karl Schmidt-Rottluffs kennt. Emil Maetzel zeichnet aus, dass seine Arbeiten von einer sonst im Expressionismus kaum bekannten Leichtigkeit geprägt sind. Dies ist vielleicht darauf zurückzuführen, dass er über Jahre der Organisator der legendären Hamburger Künstlerfeste war. Diese Leichtigkeit wurde 1930 durch den frühen Tod seiner Frau und 1933 durch den Ungeist des NS-Regimes völlig zerstört.

















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